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Statistik 2016

Anzahl Beratungen nach Herkunftsländer:
Afghanistan: 29%, Eritrea: 24%, Syrien: 12%, Sri Lanka: 8%, Irak: 4%, China/Tibet: 4%, Somalia: 3%, Äthiopien: 2%, Iran: 2%, verschiedene Herkunftsländer (Ägypten, Albanien, Algerien, Bangladesch, Burundi, Djibouti, Elfenbeinküste, Gambia, Georgien, Guinea, Guinea-Bissau, Kosovo, Libanon, Mali, Marokko, Nigeria, Pakistan, Sierra Leone, Sudan, Türkei, Togo, Ukraine, Uganda, Staatenlos, ohne Nationalität, Unbekannt) :10% 
Im Berichtsjahr führten wir am meisten Beratungen durch mit Personen aus Afghanistan, gefolgt von Eritrea und Syrien. Dies wiederspiegelt die Zuteilung der Gesuchstellenden an den Kanton Graubünden (Afghanistan 275, Eritrea 231, Syrien 118).

Total führten wir 925 Beratungen mit 316 Personen durch. 85% bezogen sich auf das Asylverfahren, 10% auf ausländerrechtliche Fragen, 4% auf soziale Probleme und 1% auf verschiedene Fragen.

Die Bündner Beratungsstelle für Asylsuchende hat im Jahr 2016 112 Verfügungen geprüft. Davon sind 43 Dublin-Nichteintretens-Entscheide, 29 Negativ-Entscheide, 24 vorläufige Aufnahmen, 3 Positiv-Entscheide. Die RBS Chur reichte 22 Beschwerden im Mandat oder im Namen der asylsuchenden Personen ein. Neben der telefonischen und schriftlichen Unterstützung haben wir 28 Dossiers zur Prüfung an die HEKS Rechtsberatungsstelle St. Gallen geschickt. In 10 Fällen übernahmen diese das Mandat. Die Bündner Beratungsstelle für Asylsuchende reichte 19 Stellungnahmen ein. Viele Beschwerden sind vom Bundesverwaltungsgericht noch nicht entschieden worden. Im Berichtsjahr wurde eine Beschwerde gutgeheissen.

Auch unterstützen wir einige Personen bei der Einreichung eines Härtefallgesuchs oder eines Familiennachzugsgesuchs beim Kanton.

Von den Beschwerden, die wir im Jahr 2015 gegen eine Rückführung nach Ungarn eingereicht haben, erhielten 8 Betroffene den Entscheid, dass sie nicht nach Ungarn zurückkehren müssen, und ihr Asylgesuch in der Schweiz geprüft wird. Die Mehrheit der Beschwerden gegen eine Rückführung nach Ungarn ist noch nicht entschieden.

Total neue Asylgesuche Schweiz                             2016: 27‘207               2015: 39‘523

Wichtigste Herkunftsländer von Asylsuchenden:
Eritrea 5‘178 (19%), Afghanistan 3‘229 (11.9%), Syrien 2‘144 (7.9%), Somalia 1‘581 (5.8%), Sri Lanka 1'373 (5.0%), Irak 1‘312 (4.8%)

Total neue Asylgesuche Graubünden                       2016:   669                  2015: 1‘066


Bestand Graubünden:
Asylsuchende (Ausweis N)                           799
Vorläufig Aufgenommene (Ausweis F)         767
Anerkannte Flüchtlinge (Ausweis B)             623

Die Zahl der UMA (unbegleitete minderjährige Asylsuchende) hat etwas abgenommen (2016: 1997, 2015: 2‘736, 2014: 795). Im Jahr 2016 stellten 83.7% männliche und 16.3% weibliche Kinder zwischen 8 und 17 Jahren alt ein Asylgesuch in der Schweiz. Dem Kanton Graubünden wurden im Berichtsjahr 70 UMA zugewiesen.

Aufgrund der grossen Anzahl von Asylgesuchen im Jahr 2015 ist zu erwarten, dass das SEM viele Entscheide im Jahr 2017 fallen wird und somit mehr Beratungs- und Vertretungsaufgaben für die Beratungsstellen anfallen werden.